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Ein Höhepunkt jeder Ägypten-Reise und ein absolutes „Muss“ ist der Karnak-Tempel, eigentlich kein einzelner Tempel, sondern ein riesiger Tempel-Komplex. Verhältnismäßig einfach begann der Bau schon während der 12. Dynastie mit dem Reichstempel des Amun. Jeder Pharao fügte dem Werk seines Vorgängers dann ein weiteres hinzu. Die verschiedenen Baumeister gingen dabei nicht immer pfleglich mit den Vorläuferbauten um: da wurde schon mal kurzerhand ein Vorgängertempel verbaut oder die Namenskartusche des Vorgängers überschrieben.

Erbauer der Anlage

Die wichtigsten Erbauer waren Thutmosis I., Thutmosis III., Hatschepsut, Amenophis III., Ramses I., Ramses II., Ramses III., die libyschen Könige von Bubastis Anfang des 1. Jh. v. Chr. und zuletzt die Ptolemäer, die vor den Römern Ägypten regierten. Im Laufe zweier Jahrtausende entstand so eine verwirrende, verschachtelte Anlage mit vielen Tempeln, Toranlagen, Säulengängen und –hallen bis hin zum Heiligen See.

Rundgang

Eine Widder-Allee führt zum Eingang der Anlage. Direkt rechts am Eingang sind noch Teile einer Rampe zu sehen, mit deren Hilfe wahrscheinlich die riesigen Mauern errichtet wurden. Aufgrund der historischen Bauweise betritt man zuerst die jüngeren, dann die älteren Tempelanlagen.

Der Rundgang beginnt mit dem Großen Amun-Tempel, dessen Großer Hof mit 8.000 qm der größte Tempelhof Ägyptens ist. Auf der rechten Seite liegt der Tempel Ramses III.

Geradeaus liegt der imposanteste Teil der Anlage: der Große Säulensaal, angelegt von Sethos I. und Ramses II. Er umfasst eine Fläche von 5.000 qm und trug früher ein Steindach, das von 134 (!), in 16 Reihen angeordneten Sandsteinsäulen gestützt wurde. Die 12 mächtigsten Säulen stehen im Mittelschiff und haben einen Umfang von 10 Metern. Die Basis bildet je eine 1,10 m hohe Steintrommel, aus denen die 21 m hohen Säulen aufragen. Wenn man inmitten dieser Säulen steht, kommt man sich sehr unbedeutend und klein vor. Ich habe selten etwas Beeindruckenderes gesehen!

Durch den Dritten bis Sechsten Pylon kommt man in das zweiräumige Allerheiligste. In den umliegenden Räumen sind übrigens noch Reste von Wanddarstellungen der Hatschepsut erkennbar, die ihr Stiefsohn Thutmosis III. durch seine eigenen Namenskartuschen ersetzen ließ. In der anschließenden, von besagtem Thutmosis III. errichteten Großen Festhalle sind Reliefs mit Jagd- und Wettkampfszenen zu sehen. In einem der Seitenräume liegt das kleine Botanische Zimmer mit wunderschönen Abbildungen von Pflanzen und Tieren.

Vom Osttor geht es weiter zum Heiligen See, der von Amenophis III. angelegt wurde. Hier vollzogen Priester viermal täglich die rituellen Waschungen und machten Bootsfahrten. Auf den Tribunen am Ufer kann man sich prima ausruhen und hat einen guten Blick über die Anlage mit ihren Tempeln und vielen Statuen. Auf einem Sockel am Ufer des Sees steht ein riesiger Skarabäus, Symbol der Sonne und der Hoffnung. Ein Skarabäus galt im alten Ägypten auch als Glücksbringer. So soll es Liebespaaren (und nicht nur diesen) Glück bringen, wenn sie den Skarabäus sieben Mal in der richtigen Richtung umrunden...

Durch den Siebten bis Zehnten Pylon gelangt man abschließend auf den Prozessionsweg zum Tempel der Mut.

Das Freilichtmuseum hinter der Tempelanlage ist übrigens ebenfalls einen Besuch wert. Hier ist ein Schrein der Pharaonin Hatschepsut sowie die Weiße Kapelle des Senostris zu sehen. 

Tipp: Am besten besucht man den Karnak-Tempel frühmorgens (direkt um 08.00 Uhr sind kaum Besucher im Komplex zu sehen) oder nachmittags, wenn der Touristenandrang etwas nachgelassen hat.

Ton- und Licht-Show

Auf keinen Fall verpassen sollte man die Ton- und Licht-Show, die jeden Abend in wechselnden Sprachen stattfindet (darunter Deutsch, Englisch und Französisch; man muss aufpassen, dass man die richtige Show erwischt!). Alle Besucher müssen am Eingang warten und werden dann durch den Tempelkomplex geleitet, geführt von wechselnden Stimmen berühmter Pharaonen. Da erzählt zum Beispiel Ramses II. seine Geschichte, und passend dazu werden immer einzelne Teile des Tempels angestrahlt. Der Rundgang endet auf den Tribünen am Heiligen See, wo weitere „Pharaonen“ die Geschichte Ägyptens zuende erzählen. Unheimlich schön und sehr beeindruckend!

 
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