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Alle 65 Gräber stammen aus dem Neuen Reich (1551 bis 1080 v. Chr., 18. bis 20. Dynastie). Das letzte Grab (KV 5) wurde erst 1995 gefunden: das Grab der Söhne von Ramses II., des wohl größten aller Pharaonen.  Ein Teil der Gräber ist im Wechsel geschlossen; bei unserem Besuch waren nur sechs Gräber zur Besichtigung geöffnet. Der Schweiß und der feuchte Atem der vielen Touristen sind nämlich Gift für die Wandmalereien: durch die Ausdünstungen der Besucher steigt die Luftfeuchtigkeit in den Gräbern von morgens 5 auf abends 75 Prozent!

Als erster Pharao ließ sich Thutmosis I. (18. Dynastie) im Tal der Könige beisetzen. Er und sein Architekt Ireni hofften, dass ein im Fels verstecktes Grab besser vor Grabräubern geschützt sei als ein Grab in den weithin sichtbaren Pyramiden. Außerdem wurde der Totentempel weit entfernt vom Grab angelegt. Aber die Grabräuber ließen sich nicht täuschen und hatten auch im Tal der Könige schon bald die ersten Gräber geplündert.

Das Prinzip der Grabform blieb dennoch über Jahrhunderte hinweg nahezu gleich: drei bis zu 200 m lange und 100 m tiefe Gänge wurden schräg absteigend in den Kalksteinfels gegraben. Die Sargkammer sicherte man mit versteckten Falltüren, den Haupteingang tarnte man mit Schutt, Geröll und Erdhügeln.

Höchst unterschiedlich waren allerdings Wandmalereien und Grabbeigaben – je nach Bedeutung und Alter des Pharaos sowie nach der Bauzeit des Grabes. Wer sein Grab früh in Auftrag gab und entsprechend lange lebte, bekam also eine wesentlich reicher ausgeschmückte Anlage als andere.

Gräber

Das berühmteste Grab ist sicherlich das 1922 entdeckte Grab von Tut-ench-Amun. Es liegt etwa in der Mitte des Tales, direkt gegenüber der sogenannten „Cafeteria“. Für dieses Grab muss allerdings extra Eintritt bezahlt werden. Wer jetzt auf goldene Schätze und Särge hofft, wird enttäuscht: die Schreine und Grabbeigaben befinden sich längst im Ägyptischen Museum von Kairo, und auch die Wandgemälde sind eher spärlich und vom Pilz befallen.

Zu den schönsten Gräbern gehören dagegen die von Ramses VI., Sethos I., Amenophis II. und Thutmosis III. Anschauenswert sind auch die Gräber von Haremhab, Ramses I., Ramses III., Ramses IX. und Merenptah.

Grab Ramses VI. 

An den Wänden dieses faszinierend schönen Grabes sind Darstellungen des Totenmythos aus dem „Buch der Pforten“ zu sehen, astronomische Bilder mit der Himmelsgöttin Nut und einer Prozession der Himmelsgötter auf Sonnenbarken an der wunderschönen, blau-goldenen Decke des Korridors. Zwei geflügelte Riesenschlangen flankieren den Eingang der Sargkammer. An der Decke des Sargraumes ist zu sehen, wie Nut die Sonne am Abend verschlingt und am Morgen wieder gebiert.

Übrigens besagen Wandinschriften, dass dieses Grab ursprünglich für Ramses V. bestimmt war. Warum aber Ramses VI. darin bestattet wurde, ist unbekannt.

Fotografieren

Fotografieren mit Blitzlicht ist streng verboten, da Blitzlicht den Farben schadet. In jedem Grab passt ein strenger Wächter auf, ob diese Regel auch eingehalten wird.

Man wird am Haupteingang jedoch gefragt, ob man eine Fotolizenz (5 LE) kaufen will, was ich ärgerlicherweise ablehnte: ohne Blitz seien eh’ keine Fotos möglich, dachte ich. Mit einem hoch empfindlichen Film, gutem Objektiv und Abstützen der Kamera z.B. auf der Schulter eines Begleiters bekommt man aber durchaus brauchbare Fotos.

Die Sache mit der Fotolizenz war dann aber doch kein Problem: wir drückten dem Grabwächter einfach nachträglich die Gebühr in die Hand und baten um Fotoerlaubnis – natürlich ohne Blitz!

 
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