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Eins vorneweg: unter den organisierten Ausflügen gibt es ein- oder zweitägige Fahrten – auf jeden Fall die zweitägige Fahrt buchen! Alles an einem Tag ist sehr stressig und anstrengend; vor allem, wenn es sehr warm ist. Wir hatten das „Glück“ und den ersten richtig heißen Tag des Jahres erwischt – mit 42 Grad, und das Mitte April!

Anreise im Konvoi

Früh morgens geht es los, so zwischen fünf und sechs Uhr, in großen Reisebussen. Zwei wichtige Straßen führen vom Roten Meer durch die Arabische Wüste bis hin zum Nil: von Koser nach Qift (Koptos) und von Safâga nach Qena. Von Hurghâda aus geht’s zunächst nach Safâga, wo noch letzte Reisende abgeholt werden. Dann sammeln sich die Reisebusse zu einem Konvoi mit über 50 Fahrzeugen. Polizisten registrieren die Fahrzeuge: Kennzeichen, Zahl der Insassen, Nationalität – alles wird festgehalten. Bewacht werden die zahlreichen Busse vom ägyptischen Militär: vorne Jeeps bzw. Kombis mit mehreren schwer bewaffneten Soldaten, das Gleiche mehrmals zwischen den Bussen und natürlich auch am Ende des Konvois. Schwer bewacht gibt es am Rande der Wüste auch noch mal einen kurzen Halt an einem Imbiss.

Wenn man das zuerst sieht, wird einem etwas mulmig, aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran. Aus Angst vor Anschlägen fundamentalistischer Islamisten (mehr dazu im Kapitel Religion) hat man das alte Karawanenprinzip quasi neu erfunden...

Von Hurghâda bis nach Luxor braucht man zwischen vier und fünf Stunden. Hat man die (übrigens aus Felsgebirge bestehende) Wüste mal hinter sich, wird es interessant: die Fahrt entlag des Nils (bzw. eines Seitenarms) ist sehr malerisch. Szenen wie aus biblischen Zeiten ziehen vorbei: kleine Hütten am Rande eines Kanals, Zuckerrohrfelder, im Schatten der Bäume dösende Ochsen, Ziegen und Hühner zwischen den Hütten, ein kleiner Junge mit seinem Eselchen - oder eine Fuhre Kamele (allerdings auf einem Lkw!). Zu Pharaos Zeiten dürften die Wohngebäude nicht sehr viel anders ausgesehen haben: aus Lehmziegeln aufgebaut.
Tipp: die Kamera startklar halten; man kann auch durch ein Busfenster fotografieren!

Übernachtung

Unsere Übernachtung fand nicht in einem Hotel, sondern auf einem Kreuzfahrtschiff statt. Und zwar eines der älteren Sorte. Wunderschön die Innenausstattung (alles holzgetäfelt); wie zu Zeiten englischer Kolonialherrschaft. Toll auch der Service und das Essen; wir waren etwa 16 Leute, die den zweitägigen Ausflug gebucht hatten, und wir hatten das gesamte Schiff für uns alleine!

Wir haben uns später noch mit einigen Teilnehmern unterhalten, die nur den eintägigen Ausflug mitgemacht hatten. Es sei einfach fürchterlich gewesen, berichteten diese: man sei von einem Ziel zum anderen gehetzt worden, hätte kaum Zeit gehabt, dazu die Hitze, und dann noch die mehrstündige Rückfahrt – und alles, ohne sich ein einziges Mal frisch machen zu können! Nein danke!

Wir dagegen konnten nach der Anreise im Bus erst mal auf unser Schiff, dort unser Gepäck ablegen und uns frisch machen, ehe es mit den Besichtigungen (MemnonskolosseTal der KönigeTempel der HatschepsutTempel von KarnakTempel von Luxor) los ging.

Luxor-Stadt

Die etwa 80.000 Einwohner von Luxor leben größtenteils vom Tourismus – kein Wunder bei den in unmittelbarer Nähe gelegenen Sehenswürdigkeiten. Entlang der Corniche liegen die besseren Hotels (darunter auch das „Old Winter Palace“ und das „Old Cataract“, das schon als Kulisse für Agatha Christie’s „Tod auf dem Nil“ diente), dahinter liegt das Basarviertel. Im Stadtgebiet auf dem Ostufer liegen die Tempel von Luxor und Karnak, auf dem Westufer das Tal der Könige, der Tempel der Hatschepsut, das Ramesseum und noch vieles mehr.

Luxor liegt teilweise auf den Ruinen von Theben, dem religiös-kulturellen Mittelpunkt des alten Ägyptens. Theben erblühte, als es im Mittleren Reich zur Hauptstadt und der Lokalgott Amun zum Reichsgott erhoben wurde. Die prachtvolle Hauptstadt wurde von den alten Ägyptern auch Waset genannt. Im Neuen Reich bildete Theben das politische wie religiöse Zentrum einer Großmacht, deren Grenzen vom tiefen Sudan bis in das heutige Libyen reichte.

Nachdem im 14. Jh. v. Chr. jedoch Memphis erneut Hauptstadt des Reiches wurde, verfiel Luxor, wurden viele Bauten geplündert und in römischer Zeit zerstört. Erst die Archäologen unter Napoleon rissen Theben aus seinem Schlaf. Leider sind von der ehemaligen Residenzstadt nur noch die beiden Tempel von Luxor bzw. Karnak erhalten. Wenn man heute von Theben spricht, ist die Totenstadt am Westufer des Nils gemeint, mit Luxor dagegen die Wohnstadt am Ostufer.


 
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