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Hier stelle ich regelmäßig den Inhalt eines Buches vor, welches ich für lesenswert halte.

Übrigens: mit 405 Wörtern pro Minute gehöre ich zu den absoluten Schnellesern (Kategorie 1). Wusste ich zwar auch schon vorher, aber es ist doch nett, sich das auch mal per richtigem Test bestätigen zu lassen...;-)
Leider gibt es den alten Online-Test nicht mehr, aber hier beim "Focus"-Test kann man wenigstens so ungefähr seine Geschwindigkeit sehen...
Wer seine Lesegeschwindigkeit auch testen will: klicken!

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"Katzen würden Mäuse kaufen: Schwarzbuch Tierfutter" von Hans-Ulrich Grimm

Glaubt man der Werbung, ist für unsere Tiere das Beste gerade gut genug. Doch die Realität sieht anders aus: Mit Aromen, Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und dem ganzen Arsenal der Kunstnahrungshexenküche wird ein „leckeres“ Menü für Waldi, Minka und Co. zubereitet. Neben Abfällen, Krallen und Klauen landen auch Klärschlamm, Bakterien und Pilze im Fressnapf unserer Lieblinge. Die Tiere leiden und werden krank. Und nicht nur sie, sondern durch den Verzehr von Nutztieren auch der Mensch. Schockierende Fakten, viel Recherche: Werbung und Wahrheit bei der Tierfutterproduktion! So die offizielle Rezension des Buches, und - sie stimmt (jedenfalls zum größten Teil)...

Wir lernen: im Tierfutter unserer Lieblinge tummelt sich allerlei Ekliges. Was noch nicht mal ganz so schlimm wäre, denn in der Natur fressen unsere Tiere auch Blut o.ä. Aber Hufe? Haare? Klärschlamm? Was ich richtig heftig finde, ist die ganze Chemie, die dort noch mit hinein gekippt wird, damit es nicht gar zu schlimm riecht und die Farbe sich dem menschlichen Geschmack angleicht. Denn merke: Haustiere als Dienstleistungs- und Nutztiere (Hütehunde/Mäusefängerkatzen) gibt es nicht mehr, das Haustier ist heute Partner(ersatz) von Menschen. Und bekommt sein Futter vom Menschen, der es an seine eigenen Eßgewohnheiten angleicht. Also braucht es Farb- und Geschmacksstoffe, Chemie gegen Schimmel, damit sich Trockenfutter länger lagern lässt, usw. Kein Wunder, meint der Autor, dass die Tiere immer kranker werden und sich Krankheiten wie Diabetes oder Krebs ausbreiten, die früher bei Haustieren eher selten waren...

Das Buch wird in vielen Foren etc. kontrovers diskutiert. Auch scheint nicht festzustehen, ob wirklich alle Daten und Fakten stimmen oder sich nicht doch ein paar Fehler eingeschlichen haben. Daher beurteile ich weniger diese Daten als den Gesamtinhalt; ich finde, man sollte die Grundaussage des Autors sehen. Daher für mich trotz aller Fragezeichen ein lesenswertes Buch, das einen guten Einblick in die gesamte Tierfutter-Industrie und Tierhalter-Industrie an sich gibt. Wie schizophren, dass Hunde jetzt sogar in Kinderwagen spazieren gefahren werden...

Allerdings wiederholt sich der Autor in den einzelnen Kapiteln öfter, und sehr geordnet erscheint mir der Inhalt auch nicht. Außerdem fehlt mir ein Überblick, welches Futter man denn noch unbesorgt kaufen kann. Und die doch sehr polemische, reißerisch wirkende Sprache ist auch nicht jedermanns Sache, aber darüber muss man beim Lesen halt hinweg sehen.

Fazit: Ich habe mir jedenfalls nach dem Lesen gleich noch ein Buch zum Thema "Selbstkochen für Katzen" besorgt...

"Katzen würden Mäuse kaufen: Schwarzbuch Tierfutter" - Autor: Hans-Ulrich Grimm; Seiten: 256; Verlag: Heyne: ISBN: 3453600975; Preis: 7,95 Euro; Wertung: ****

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(Weitere Bücher findet Ihr hier.)

 
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